Djembe, Dundun, Sangban und Kenkeni

Die Djembe

Die Djembe ist eine kelchförmige Handtrommel, deren Form vom Mörser abgeschaut wurde. Sie wird normalerweise aus einem Stück Holz geschnitzt, in Europa werden jedoch inzwischen auch verleimte Djemben hergestellt. Traditionell wird zur Herstellung das Holz des Lenke-Baums verwendet. Früher war das Aussuchen  und das Fällen des entsprechenden Baumes mit entsprechenden Zeremonien verbunden. Der Baum wurde um Erlaubnis gefragt und und man bedankte sich bei ihm. Außerdem fertigte jeder Trommler seine Trommel selbst an. Nicht zuletzt aufgrund der großen Nachfrage aus Europa ist die Djembe-Herstellung inzwischen zur Massenproduktion geworden. Es werden die unterschiedlichsten Hölzer verwendet (Mahagoni, Palisander, u.v.a. ). Je härter das Holz, desto besser der Klang, wobei hier natürlich noch viele andere Faktoren (Form der Trommel, Qualität und Spannung des Felles, Verarbeitung, etc. ) mitspielen. Als Fell wird ein afrikanisches Ziegenfell verwendet (europäische sind leider weniger geeignet) welches vor dem Aufziehen längere Zeit in Wasser eingeweicht wird und nach demTocknen schließlich bis an die Grenze der Belastbarkeit gespannt wird. Früher wurden häufig Antilopenfelle verwendet, heute findet man sie kaum noch. Am besten klingen (zumindest meiner Ansicht nach) die etwas dickeren Ziegenfelle.

Kenkeni, Sangba und Dundunba

Dies sind die 3 Basstrommeln, die bei den Malinke immer dazugehören, ja sogar wichtiger sind als die Djemben, da sie es sind die im Zusammenklang die grundlegende Melodie spielen. Im Gegensatz zu den Djemben sind die Basstrommeln mit (meist unrasierten) Kuhfellen bespannt. Die Sangba (oder Sangban) ist die mittlere der drei und die wichtigste. Sie spielt die Hauptlinie, wobei je nach Rhythmus mehr oder weniger Variationen gespielt werden können. Normalerweise ist sie auch die einzige Basstrommel, auf der auch abgestoppte (gepresste) Schläge gespielt werden. Die kleinste der 3 ist die Kenkeni. Sie fungiert in erster Linie als Timekeeper, spielt oft nur am Beat und hat in der Regel kurze und einfache Phrasen. Sie ist es auch, die den Drive macht. Die dicke Dundun (oder Dundunba) gibt dem Rhythmus Power. Hier ist der Spieler am meisten gefordert, denn es darf viel variiert werden. Die Basstrommeln werden normalerweise mit der rechten Hand mit einem der Dicke der Trommel entsprechenden Stock gespielt. Die linke Hand spielt mit einem Metallstab oder Nagel die zu jeder Basstrommel gehörende Glocke (Kenken).